Drei Viertel meines Lebens verbringe ich mit Überarbeitungen.

Ein sehr interessanter Artikel von meiner Kollegin.
Mir geht es ähnlich – seit Juli ist mein neuestes Romanprojekt eigentlich fertig – seither sitze ich an der Überarbeitung und feile an Sätzen, Wörtern und Floskeln.
Aber man will ja sein bestes geben, daher nimmt man sich die Zeit eigentlich ganz gerne, auch wenn man des öfteren flucht und sich fragt, „was für einen Mist, habe ich da eigentlich geschrieben“.
Ich bin gespannt – wie Ihr alle mein neuestes Projekt aufnehmen werdet.
Herzliche Grüße
Gabriele Schmid

Eva Maria Nielsen

Drei Viertel meines Lebens verbringe ich mit Überarbeitungen.

Das meint der Autor John Irving. Und wer seine Texte gelesen hat, weiß, dass sich die Mühe gelohnt hat. Irgendwie hat er schon Recht.

Photo credits: BirgitH/www.pixelio.de Photo credits: BirgitH/www.pixelio.de

Im Juli habe ich beschlossen, einen Weihnachtsroman zu schreiben, der im Oktober klar sein sollte. Um das in der relativ kurzen Zeit zu schaffen, habe ich mein großes Schreibprojekt an die Seite gelegt. Mitten im besten Sommer des Jahrhunderts hier in Dänemark, tauchte ich freiwillig in eine Schneelandschaft ein. Und wenn ich zwischendurch kalte Füße bekam, habe ich einfach weiter geschrieben.

Ich konnte nur abends schreiben, wenn die Küche aufgeräumt war, das Pausenbrot geschmiert im Kühlschrank lag und Junior eine Etage über mir zufrieden schnarchte. Tagsüber sind immer Familie und Arbeit auf dem Programm – natürlich in der Reihenfolge.
Die letzten Wochen waren privat turbulent, manchmal schön und manchmal traurig, aber ich habe auch weiter geschrieben…

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